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Armin Hofmann


 

 

Armin Hofmann gehört zu den bedeutendsten Schweizer Grafikern des letzten Jahrhunderts. Als Inhaber eines eigenen Ateliers und insbesondere als Lehrer in der Schweiz, in den Vereinigten Staaten und während kurzer Zeit auch in Indien hat er international eine ganze Generation junger Grafiker beeinflusst und massgeblich zum hervorragenden Ruf der Schweizer Grafik beitragen. Mit Einzelausstellungen u.a. im Museum of Modern Art New York, im Staatlichen Museum für angewandte Kunst in München und im Deutschen Plakatmuseum, Essen, hat er auch die gebührende Aufmerksamkeit und Ehrung erhalten.

Die Photos sind entstanden in der Zeit seines Lehrauftrags im Jahre 1964 in Indien und werden jetzt in der Galerie Stasia Hutter in Basel vom 22. Februar bis 15. März 2003 erstmals öffentlich gezeigt. (Das Foto oben links zeigt Armin Hofmann während seines Aufenthalts in Indien 1964, weitere Bilder von ihm und seiner Frau an der Vernissage).

Die „Handschrift“ des Grafikers ist unverkennbar. Nicht überraschend haben Schriften, Zeichen und Symbole seine besondere Aufmerksamkeit erregt. Daneben zeigen Aufnahmen von Frauen, Kindern und Männern an der Arbeit, dass er auch für die menschliche Seite des Landes ein offenes und empfängliches Auge hatte. Ergänzt werden die Photos durch eine Dokumentation über den Lehrauftrag in Indien.

Damit ist eine einzigartige Ausstellung entstanden, welche das vielfältige Gesicht Indiens aus einer speziellen Perspektive zeigt und gleichzeitig Zeugnis ablegt vom bedeutungsvollen grafischen und künstlerischen Schaffen Armin Hofmanns.




Armin Hofmann zu seiner Berufung nach Indien
"Im Frühsommer 1964 wurde ich auf Anregung der Ford Foundation von der Direktion des National Design Institutes of India angefragt, ob ich am Aufbau der Schule mitwirken könne.

Es ging darum, den Bereich visuelle Kommunikation neu zu strukturieren, was mich als Aufgabe interessierte. Durch das wohlwollende Entgegenkommen des Erziehungsdepartementes Basel-Stadt wurde ich für das Wintersemester 1964/65 von meiner Basler Lehrtätigkeit freigestellt.

Zusammen mit einem ehemaligen Studenten aus dem Bereich Schriftsatz und meiner Frau, die ebenfalls lehramtliche Funktionen übernahm, reisten wir Ende 1964 an unseren neuen Arbeitsplatz nach Ahmadabad, einer indischen Grossstadt im Staate Gujarat.

Neben den rein schulischen Aufgaben versuchte ich in der Freizeit, den kunst- und kunstgeschichtlichen Eigenheiten der Gegen nachzuspüren, denn ein erweitertes Blickfeld schien mir unerlässlich, um die bildungsmässigen Aufgaben umfassend leisten zu können.

Die in dieser Ausstellung präsentierten Photographien sind Teil dieser Erkundungsarbeit. Sie geben Einblick in die Arbeits- und Lebenswelt der Bevölkerung.

Nach unserer Rückkehr entstand in der Folge ein ausgedehnter Lehrer- und Studentenaustausch. Lehrkräfte aus der Basler Schule - es waren dies die Herren Igildo Biesele, Fridolin Müller und Christian Pulver - führten die Aufbauarbeit weiter. Indische Studenten besuchten in den 70er und 80er Jahren Kurse an der Basler Schule.

Heute erfüllen diese ehemaligen Gaststudenten Aufgaben als Lehrkräfte und Schulleiter an indischen Gestaltungsschulen. Sie geben die damals erworbenen Einsichten weiter und damit auch ein Stück Basler Schulkultur."
Armin Hofmann


 

Links zu weiteren Infos über Armin Hofmann auf dem Internet:

Ausstellung mit Plakaten von Armin Hofmann
im Museum für Gestaltung in Zürich
(4. März bis 20. Mai 2003)
Website zur Ausstellung in Zürich